| LIVE: FRITTENBUDE |
| Geschrieben von: Jan W. | |||
| Mittwoch, den 04. Mai 2011 um 12:30 Uhr | |||
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Bremen / 16.04.2011 im Schlachthof: Was könnte schöner sein als ein Frühlingsabend mit Sonnenschein und T-Shirt-Wetter in Bremen? Richtig: wenn dazu noch die Vorfreude auf ein FRITTENBUDE Konzert im Bremener Schlachthof kommt! Schon beim Durchqueren des Bahnhofs trifft man auf Audiolith-Jünger mit schwarz-gelben Label Shirts.
Vor dem Schlachthof sah man bereits Leute rumchillen am hauseigenen Skaterpark, natürlich mit guter Mucke des Labels und ordentlich Bier. Noch eine Stunde bevor es offiziell losging saßen/standen/redeten dort alle möglichen Leute; von der potentiellen Germany’s Next Topmodel Kandidatin bis zum Punk. Audiolith scheint die verschiedensten Leute anzuziehen. Dann endlich war es soweit: Vorbei an der Security, rein ins Vergnügen; beziehungsweise rein ins gebannte Warten auf den Voract IRA ATARI. Es wurde voller und voller, dann endlich trat IRA auf die Bühne und begrüßte das Publikum. Sie klang ein wenig schüchtern und wirkte bei Beginn ein wenig verloren. Der blonde Label-Engel weiß zu bezaubern. Sie stellte ihr neues Album vor, heizte gut ein, agierte mit dem Publikum und brachte die Ersten zum Tanzen. Ihr Auftritt machte Spaß und richtig Lust, durchzudrehen. Allein dass sie mit dem Kracher „Disaster“ und der verspäteten Vorstellung „My Name is Ira“ abschloss, bereitete die Meute perfekt auf FRITTENBUDE vor.
Diese betraten die Bühne, Sänger Johannes skandierte „ACID, ACID, ACID….“ Die Menge fing an zu explodieren und gleich ging es mit „Hildegard“ richtig zur Sache - wildes Rumgespringe, lautes Mitgrölen und Pogen! Spätestens bei dem dritten Track, ihrem EGOTRONIC Remix von „Raven gegen Deutschland“ gab es dann absolut kein Halten mehr im Publikum. Die Temperatur betrug nun gefühlte 50° bei einer Luftfeuchtigkeit von fast 90 % und man führte exzessiv den Austausch von Körperflüssigkeiten aus. Überall hing Schweiß, der auf einen niederprasselte. Die Band hämmerte mit einem guten Mix aus neuem und alten Stoff auf das Publikum ein. Es wurde gnadenlos Vollgas gegeben, auch wenn sich Johannes bei „Bilder mit Katze“ dann doch mal hinsetzte. Bei diesem Lied fehlte die Choreografie aus dem Video ein wenig, doch bei dem Gedränge wäre es auch schwer gewesen, mitzumachen. Auch die politische Einstellung kam nicht zu kurz. Im Publikum wurde immer wieder gefordert „Nazis raus! 1. Mai!“ und „Alerta, Alerta, Antifacista!“. Darauf fiel Johannes ein „Jeder sollte sich für die Antifa engagieren. Muss ja nicht eintreten, aber Support kann jeder“ und „Wie, nur am 1. Mai? Nazis niemals, nicht nur an einem Tag! Und jetzt Alle: ‚Ein Jahr ANTIFA!’“, was auch artig vom ganzem Publikum skandiert wurde.
Das Song-Bombardement und die Party wollten ewig weiter gehen. Um so größer war dann die Trauer, als das Ende nahte. Mit „Raveland“ lieferten die drei Jungs den krönenden Abschluss eines wirklich grandiosen Abends. Das Ende des Auftrittes war sehr gut für die Leute aus dem Umland gewählt; man hatte noch genügend Zeit zu den Zügen zu kommen und war einfach nur noch jung, abgefuckt, kaputt und glücklich. Es waren 2 ½ Stunden im Bann von IRA ATARI und FRITTENBUDE, die kaum zu wünschen übrig, sondern nur eine Frage offen ließen: Wann ist ihr nächster Gig?
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