Lena 2Von der Schwester kommt kein Bürgersöhnchen-Hiphop

Die CD landete im Büro. Mir sagte der Name nichts. Das Cover-Artwork war eher düster und passte zum Albumtitel. „Blei“ ist schwer. Das Leben kann es auch sein. Willkommen in der Welt von LENA STOEFAKTOR und ihrem Rap aus Berlin. Und es ist kein Bürgersöhnchen-Hiphop von Möchtegern-Gangstern aus dem Villenkeller der Eltern am Stadtrand. LENA scheint keine Distanz zu den dunklen Ecken der kalten Hauptstadt zu haben: „Menschen schreien einfach auf der Straße, tragen vom Leben ihren Schaden, will selber manchmal schreien, weil ich die Scheiße nicht ertrage. (..) Fühl mich allein in dieser

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Ewigkeiten a1341480341 16Böser, schwarzer Brocken rasender Tonkunst

Als Projekt bereits 2005 gegründet, konnten sich die Berliner Extrem-Metaller CRUDA SORTE vor allem in den letzten zwei Jahren durch Neuzugänge an Drums und Gitarre zu einer echten und eingeschworenen Band mausern. Einhergehend mit den ersten überzeugenden Konzerten in der Underground-Szene der Hauptstadt hat sich das kleine aber feine Label Bleeding Heart Nihilist Productions das Trio geschnappt und lässt mit „Ewigkeiten im Schimmel“

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What we feelWHAT WE FEEL / MISTER X - "All Against All"

Ein exotisches Schmankerl liefert das Hamburger Label Audiolith zu Beginn des Jahres 2018. Diese Split-LP bzw. Split-CD vereint zwei Bands des russischen Kulturraums auf einem großartigen Album! WHAT WE FEEL aus Moskau sind in der antifaschistischen Hardcore-Szene ideologisch zwar nicht ganz unumstritten aber ich führe diverse Äußerungen einfach darauf zurück, dass in einem extrem konservativen Umfeld radikale Ansichten auch verstörend wirken können und sollen. Schließlich ist

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Pestlegion Dominus Profundum CoverArsch auf Eimer

Wahnsinn, was für ein Brett! PESTLEGION aus Nordrhein-Westfalen trümmern in diesem überragend (!) produzierten 42-Minuten-Machwerk alles in Grund und Boden, was zu oft „Panzerdivision Marduk“ und „Vobiscum Satanas“ gehört hat. Der Nachfolger der Debüt-EP erscheint auf CD und als mp3-Download. In allerbester 90s-Tradition huldigen die vier Ruhrpott-Jungs hier Tod und Teufel und zelebrieren in 10 Songs Doublebass-Attacken und Blastbeats ohne Ende.

So setzen vor allem Drummer Tyyn und Sänger B. von Doom die Akzente, werden aber vom erstklassigen Gitarren-/Bassbrett

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Schrottgrenze Glitzer auf BetonEin Quantum Zeit

Sie sind zurück. Ihren Pop-Punk, wie noch auf der „Super“ 1998 (Weird System), hatte die Band schon abgelegt, bevor sie nach ihrer Auflösung 2010 für wenige Jahre von uns ging. „Glitzer auf Beton“ bietet reif gewordene, wavige Pop-Hymnen, teilweise getrieben von starken Basslinien, von der Stimmung schwankend zwischen Melancholie und Euphorie und der Gesang an einigen Stellen an THE SMITHS erinnernd. Und überhaupt die Texte. Neben lyrischen Goldnuggets, wie „Du fühlst dich wie das kleine Hotel am Stadtring zwei. Mitten drin, aber nie richtig dabei“, gibt es insbesondere ein großes Statement für Freiheit und Liberalität:

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